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Aktuelles aus Premnitz

Premnitz hat Zukunft!

23.05.2016 13:41
Der frisch gewählte Bürgermeister der Stadt Ralf Tebling hat vieles vor

Der frisch gewählte Bürgermeister der Stadt Ralf Tebling hat vieles vor

 Am 24. April 2016 war es entschieden:
Die Mehrheit der Wählerinnen und Wähler der Stadt Premnitz wählten den SPD-Mann Ralf Tebling zum neuen Bürgermeister der Stadt. Am 1. September 2016 wird er sein Amt antreten. Was wird er als erstes angehen, wofür sich
einsetzen? Im Mietermagazin 360 GRAD fragten wir nach.

 

360 GRAD: Herr Tebling, als erstes – herzlichen Glückwunsch zur Wahl! In Ihrem Wahlprogramm führten Sie einige
konkrete Projekte auf. Mit welchem werden Sie starten?


Ralf Tebling: Viele Dinge greifen ineinander. Die BUGA hat unsere Stadt überregional bekannt gemacht. Es ist gut, dass die Fläche des alten Viskosewerkes, finanziert durch EU-, Landes- und Stadtmittel in Höhe von insgesamt 10 Mio. Euro, für einen künftigen Investor vorbereitet wird. Im Ausbau der B 102 und der Ortsumgehung sehe ich eine wichtige Chance, die Stadt attraktiver für wirtschaftliche Ansiedlungen und als Lebensort zu machen. Hier werde ich meine über die vielen Jahre in der Politik aufgebauten Kontakte zu Entscheidungsträgern verschiedener politischer Ebenen für unsere Stadt nutzen. Daneben freue ich mich, dass die Diakonie endlich ihr Grundstück auf dem ehemaligen „Kinderstadt“-Gelände entwickelt. Dieses Projekt begleite ich gern und werde mich auch, wie versprochen, um Flächen kümmern, die in Premnitz vom Besitzer stiefmütterlich behandelt werden. Eigentum verpflichtet.


360 GRAD: Wie wollen Sie ihren Plan gebührenfreier Kitas umsetzen?


Ralf Tebling: Gäbe es nur Premnitz, würde sich dies vielleicht mittelfristig umsetzen lassen. Unsere Stadt könnte es sich leisten. Vorausgesetzt, die wirtschaftliche Entwicklung trägt und die Gewerbesteuern fließen. Allerdings wäre dann klar, dass Eltern anderer Gemeinden ihre Kinder ebenfalls in unsere Kitas bringen und dies unter Umständen einklagen könnten. Das würde aber unsere Möglichkeiten übersteigen. Ich bin der Auffassung, dass Kitas Bildungseinrichtungen sind, die wie Schulen selbstverständlich kostenfrei zu stellen sind. Kita-Gebühren sind eine nicht mehr zeitgemäße Belastung für junge Familien. Zusammen mit anderen, die für dieses Thema brennen, werde ich mich wieder und wieder für eine landesweite Regelung hierzu einsetzen.


360 GRAD: Sie wollen wieder verstärkt auf die Randbereiche und Ortsteile der Stadt schauen. Was wird passieren?


Ralf Tebling: Um Missverständnissen vorzubeugen – die gesamte Stadt soll attraktiv sein. In den letzten Jahren war der Fokus auf das Zentrum gelegt worden. Das war auch gut so – nicht nur für die BUGA. Jetzt gilt es zu schauen, was ist auf dem Dachsberg los, was in Gapel und all‘ den anderen dezentraleren Bereichen. Es gibt Fördermittel für touristische Investitionen. Warum also nicht zum Beispiel den Weg um den See wieder herstellen. Um zu erfahren, wo der Schuh drückt, habe ich begonnen Kontakt zu allen Vereinen der Stadt aufzunehmen. Jeder soll mir sagen können, was er vor seiner Haustür sieht, wo etwas getan werden müsste. Gemeinsames Anpacken hat ja eine gute Tradition in unserer Stadt. Auch nach der BUGA ist Premnitz sehenswert – idyllisch an der Havel gelegen und gut zu erreichen.


360 GRAD: Thema Barrierefreiheit – nicht nur für ältere Menschen wichtig.


Ralf Tebling: Ja, das stimmt. Als Stadt haben wir ja bereits ein Budget zur Herrichtung der Wege und Fußwege beschlossen. Der Seniorenbeirat ist uns dabei eine große Hilfe. Gute Wege und Bänke waren von vielen älteren Premnitzern als Ergebnis der Umfrage des Beirates gewünscht worden. Das müssen wir als gesamtstädtische Aufgabe weiter fortführen und auch Händler und Dienstleister motivieren, sich entsprechend einzubringen. Was ich mir für unsere älteren Menschen zusätzlich vorstellen kann, und da werde ich mich mit den Verantwortlichen der Wohnungsunternehmen zusammensetzen und beraten, ist die Einrichtung von Treffpunkten, beispielsweise in leerstehenden Wohnungen. Ein gutes Beispiel ist die „Mieterinsel“ in Nennhausen mit Bücherausleihe, Männerfrühstück und Spielnachmittagen.


360 GRAD: Wie wollen Sie mehr auf die Arbeiter der Stadt zugehen, so wie sie es im Wahlkampf formulierten?


Ralf Tebling: Ich bin Sozialdemokrat, der „Ottonormalverbraucher“ ist mir wichtig. Da hilft es mir, viel mit dem Rad unterwegs zu sein. Ich bin näher bei den Menschen und es kommt das eine oder andere interessante Gespräch zustande. Das werde ich auch als Bürgermeister weiterhin so halten.


360 GRAD: Zuzug ist für die Stadt Premnitz wichtig. Wo sehen Sie das Potenzial der Stadt, neue Bewohner zu gewinnen?


Ralf Tebling: Ich habe es schon als Ortsvorsteher Mögelins gemerkt – wir haben Zuzug insbesondere von jungen Familien. Sie sehen die herrliche Umgebung mit vielem Grün und der Havel, bei sehr guter Verkehrsanbindung per Straßen wie auch Öffentlichem Nahverkehr. Man ist schnell in Brandenburg, Rathenow oder in Berlin und hat doch ein  schönes Zuhause im Grünen. Zudem sind unsere Grundstückpreise günstig. Das können wir ruhig intensiver kommunizieren. Neue Wirtschaftsansiedlungen und der Tourismus werden neue Einwohner in die Stadt bringen.


360 GRAD: Und zu guter Letzt: Wo sehen Sie Premnitz in acht Jahren? Was wollen Sie geschafft haben?


Ralf Tebling: Wir sind schon auf einem guten Weg. In acht Jahren werden 100 % des Industrieparks ausgelastet und unsere Stadt noch attraktiver als Wohnstandort sein. Premnitz ist schon jetzt eine lebenswerte, kleine, attraktive Stadt. Im Westhavelland sehe ich uns an erster Stelle im Bezug auf die Entwicklungsmöglichkeiten. Schließlich haben wir den einzigen Industriepark in der Region und auch touristisch einiges zu bieten. Ich freue mich darauf, diesen Weg zusammen mit den Premnitzerinnen und Premnitzern zu gestalten.


360 GRAD: Vielen Dank!

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