Hilfreiches Gartenwissen aus alter Zeit

Hilfreiches Gartenwissen aus alter Zeit

Gärtnern zu Corona-Zeiten

Viel praktisches Alltagswissen ist heute verloren gegangen und darum haben wir einige nützliche Gartentipps zusammengetragen, die einfach zu schade sind, um vergessen zu werden! Mit dem Wissen von früher können Sie auch heute noch Ihre Nutz- und Zierpflanzen kultivieren, Schädlinge chemiefrei bekämpfen und Wasserknappheit gelassen begegnen.

Saatgut mehr beachten

Gelagertes Saatgut prüfte Oma auf dessen Keimfähigkeit, um unnötige Arbeit mit der Aussaat tauber Samen zu vermeiden! Auch beim Anbau der Kartoffel, dem Sattmacher des kleinen Mannes, half der kluge Gärtner nach: Wenn man die Saatkartoffeln etwa eine Woche vor der Aussaat kräftig nass macht, bildet der Knollen schon feine Wurzeln, die das Anwachsen im Beet erleichtern!

Ohne Unkrautvernichter

Ein Mittel gegen Unkraut – das hätte jeder Gärtner gern! Statt Unkrautvernichter zu spritzen, zog Großmutter das „Wildkraut“ einfach samt Wurzel aus der Erde: mühsam, aber erfolgreich! Zum verlorenen Gartenwissen von früher gehört auch, dass man lästiges Unkraut (wie etwa Giersch) auch mit Bodendeckern in Schach halten kann. Kapuzinerkresse z.B. überwuchert den ungewollten Gast im Beet, sieht hübsch aus und ist sogar essbar!

Die heilende Kraft im Garten

Viele Heilpflanzen gedeihen auch in Ihrem Garten – oft unscheinbar im Unterholz: Welche Heilkräfte die heimischen Kräuter besitzen und gegen welche Wehwehchen sie wirkten, war lange überlebenswichtig! Ein Tee aus Kamille und Minze hilft bei Magenbeschwerden, der Salbeiaufguss lindert Halsschmerzen, eine Tinktur aus Arnikablüten wirkt wie eine medizinische Sportsalbe (gegen Prellungen und Blutergüsse)!

Allrounddünger aus der Küche

Weiterverwenden statt wegwerfen: Kaffeesatz aus der Küche ist ein Allround-Dünger im Garten! Alle Pflanzen, die sauren Boden bevorzugen (Rhododendron, Azalee, Hortensie etc.) lieben es, mit Kaffeesatz gemulcht zu werden. In Wasser gelöst, freut sich auch Efeu über den Koffein-Kick! Wenn gar nichts anderes mehr gedüngt werden kann, gehört der alte Kaffeeefilter samt Prütt auf den Kompost!

Der Schneckentrick
Was treiben wir heute für einen Aufwand, um Schnecken abzuwehren: Schneckenfallen, Schneckenkorn und Elektrozäune rund ums Beet! Früher wurden Schnecken einfach abgesammelt – am späten Nachmittag fand Oma alle Schnecken unter dem feuchten Holzbrett, das sie als trügerisch sicheren Unterschlupf neben das Gemüsebeet gelegt hatte!

Pflanzen natürlich schützen
Gleiches mit Gleichem bekämpfen: Mehltau auf Rosen und Co. lässt sich mit verdünnter Frischmilch bekämpfen! Rechtzeitig und regelmäßig mit der Gartenspritze die befallenen Pflanzen besprühen und die Pflanzenkrankheit verschwindet aus dem Beet! Auch selbst angemischte Pflanzenjauchen aus Brennnessel oder Schachtelhalm wurden als kräftigende Pflanzenschutzmittel seit jeher von Gärtnern angesetzt und ausgebracht, um die Pflanzen vor Schädlingen zu schützen.

Gärtnern zu Corona-Zeiten

Mehr denn je kann Gartenarbeit in dieser schweren Zeit helfen, innerlich zur Ruhe zu kommen und trotz des Gebotes sozialer Distanz mit anderen Menschen in Kontakt zu treten – mit dem Gartenzaun als Abstandshalter. So darf der Garten ausschließlich zusammen mit Mitgliedern des eigenen Haushalts aufgesucht werden, das gilt auch für die Kinder. Zu allen anderen Personen muss der Mindestabstand eingehalten werden. Die öffentlichen Toiletten in den Kleingartenanlagen sind geschlossen zu halten und wer sich krank fühlt, soll zu Hause bleiben. Mit diesen Regeln schützen Sie sich selbst und andere, schließlich gehören viele Kleingärtner schon aufgrund ihres Alters zur Risikogruppe.