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Die Stadt Premnitz

Die junge BUGA-Stadt an der Havel

Die Stadt Premnitz gehört zum Landkreis Havelland und liegt ca. 65 km westlich der Bundeshauptstadt Berlin. Sie umfasst eine Fläche von 45,43 km² (Premnitz 11,57 km², Mögelin 14,38 km², Döberitz 19,48 km²). Die mittlere Höhe der Stadt beträgt 30 m über NN.

Vor 50 Jahren bekam Premnitz erst das Stadtrecht – eigentlich bereits zum zweiten Mal, denn bereits 1945 befahl die sowjetische Besatzungsmacht, vor allem aufgrund der großen Industrieanlagen, Premnitz zur Stadt. Nur ein Jahr später wurde Premnitz per Landesbescheid wieder zur Gemeinde erklärt. Dieses Nachkriegskuriosum tat dem Streben nach dem Stadtrecht keinen Abbruch. Es brauchte noch weitere 17 Jahre, in denen sich Premnitz weiterentwickelte, immer parallel mit der Vergrößerung der Industrieanlagen.

Die Industrie als Motor für den Weg zur Stadt

Die Begründung der Chemischen Industrie 1915 ist der entscheidende Motor der Entwicklung von Premnitz, so Herr Mai. Mit der Ausweitung der Produktion stieg der Bedarf an Arbeitskräften. Diese benötigten Wohnraum und so wurde sozusagen zu jedem neuen Betriebsteil ein neues Wohngebiet für die Arbeiter gebaut. Viele kamen aus dem Umland und Berlin. Sogar bis ins Rheinland fruchtete der Ruf nach Fachkräften. So vergrößerte sich der Ort, bis er 1962 schon 9.300 Einwohnern ein Zuhause gab und über mehrere Kindereinrichtungen, Schulen, eine Sportanlage und ein Kulturhaus verfügte. Am 1. August 1962 beschloss die Gemeindevertretung den Antrag auf Verleihung des Stadtrechtes beim Rat des Bezirkes Potsdam einzureichen. Diesem wurde am 3. November 1962 entsprochen und am 11. November 1962, zum Tag des Chemiearbeiters, feierlich öffentlich bekannt gegeben.

Entwicklung in der Wendezeit

Bis Ende der 80er Jahre war die Stadt Premnitz gekennzeichnet von prosperierender Industrie und stetem Wachstum. 1988 verzeichnete sie 11.702 Einwohner. Das blieb der bislang höchste Stand. Eine eigentliche Stadtmitte existierte bis dato dennoch nicht. Erst Mitte der 90er Jahre wurde auf Initiative des damaligen Bürgermeisters Dr. Aurich zwischen Bahnhof und Havel ein Stadtzentrum mit Einkaufsmarkt und Marktplatz errichtet. „Das Leben gehört in die Stadt“ – war der visionäre Leitspruch des Stadtoberhauptes. Diese Entscheidung war eine der Wichtigsten für die Entwicklung der Stadt.

Mit der Wende drohte dem VEB Chemiefaserwerk „Friedrich Engels“ die Stilllegung. Für die Premnitzer war klar, dass der Verlust des Werkes sich auch auf die Stadt auswirken würde. Mit Streiks und Demonstrationen in Bonn kämpften sie um ihre Arbeitsplätze und ihre Heimatstadt. Dadurch konnten einige Betriebsteile gerettet werden. In diesem Jahr kann so die Grisuten-72-Strecke ihr 40. Jubiläum feiern. Heute präsentiert sich das gesamte Gelände als Industriepark Premnitz (IPP). In einem Branchenmix haben sich hier Firmen aus dem Energiesektor angesiedelt, die der Stadt Premnitz Perspektiven geben – als „Stadt voller Energie“.

Das heutige Premnitz

Premnitz hat sich zu einer Kleinstadt mit Charme und eigenem Flair gewandelt. Gute kommunale
Infrastruktur, aktive kulturelle Vereine, liebevoll gestaltetes Grün und natürlich die exponierte Lage an
der Havel stehen für eine besondere Lebens- und Wohnqualität. Im Jahr 2015 ist Premnitz zusammen mit Rathenow, Brandenburg an der Havel, Havelberg und Stölln Standort der „BUGA am blauen Band“, der BUGA in der Havelregion. Viele Bereiche der Stadt wurden dafür weiter entwickelt und werden auch bis weit in die Zukunft positiv wirken.