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Insekten schützen

Das können Sie tun, um den Insekten zu helfen

Wissenswertes und Tipps gegen das Insektensterben

Weltweit sterben die Insekten – und schuld daran ist der Mensch. Dabei brauchen wir die kleinen Tiere, um zu überleben. Wir zeigen, woran es liegt und was jeder von uns gegen das Insektensterben tun kann.

Gefährdet werden Insekten weltweit durch mehrere Faktoren, die fast alle mit dem Menschen zu tun haben: schwindende Vielfalt auf den Feldern durch Monokulturen, Umweltverschmutzung, schrumpfende Lebensräume und der Pestizideinsatz in der industriellen Landwirtschaft. Dass sogar in einigen Naturschutzgebieten die Insekten verschwinden, weist darauf hin, dass diese Gebiete nicht ausreichen: Oft sind sie zerstückelt oder die einzelnen Schutzgebiete liegen für die Insekten zu weit auseinander.

1. Bio kaufen

Bio-Lebensmittel werden auf dem Acker nicht mit gefährlichen synthetischen Pestiziden und Düngern behandelt. Im Gegensatz zur konventionellen Landwirtschaft – insbesondere im industriellen Maßstab – schadet die Bio-Landwirtschaft damit den Insekten nicht mit giftigen Spritzmitteln. Zudem bieten viele, vor allem kleinere Bio-Höfe durch Fruchtwechsel und Brachflächen einen vielfältigeren Lebensraum für Insekten, als große konventionelle Betriebe.

2. Im eigenen Garten natürlichen Pflanzenschutz verwenden

Was für landwirtschaftliche Betriebe gilt, gilt natürlich auch für den eigenen Garten: Künstliche Pflanzenschutzmittel und Dünger sind keine gute Idee. Um die Pflanzen in Ihrem Garten dennoch vor Schädlingsbefall zu schützen, gibt es viele natürliche Methoden, wie den Einsatz von Nützlingen, pflanzenbasierte Unkrautvernichter und Dünger sowie mechanische Methoden.

3. Insektenhotels aufstellen

Weil es für Insekten zunehmend schwieriger wird, natürliche Unterschlupf- und Nistmöglichkeiten zu finden, sind „Insektenhotels“ im Garten, im Hinterhof oder sogar auf dem Balkon eine gute Idee. Die kleinen „Häuschen“ bestehen aus natürlichen Materialien wie Holz, Baumrinde, Bambus, Schilfrohr, Steinen und Zapfen und bieten eine naturnahe Unterkunft für Insekten wie Hummeln, Wildbienen, Marienkäfer, Florfliegen, Ohrwürmer oder Schmetterlinge. Die Insekten können die Hotels sowohl als Nist- als auch als Überwinterungshilfe nutzen. Insektenhotels kann man als Fertighaus oder Bausatz überall ab 20 EUR kaufen.

4. Unordnung und Blumen wachsen

Gärten mit sauber gemähtem Rasen, akkurat gestutzten Buchshecken und Geranien in Kübeln bieten Insekten kaum Lebensraum oder Nahrung. Solche Gärten tragen zum Insektensterben bei! Insekten brauchen Vielfalt wie Wildblumenwiesen, heimische Stauden, Sträucher und Hecken. Belassen Sie Ihren Garten ruhig ein bisschen wild und unordentlich, dann finden Insekten und Vögel Nahrung und Lebensraum.

5. Auf giftige Mückensprays verzichten

Um lästige Insekten aus der Wohnung oder von der Terrasse zu vertreiben, braucht man keine giftigen Sprays. Diese sind oft tödlich für Insekten und auch nicht gut für die menschliche Gesundheit. Mücken, Wespen und Co. kann man mit natürlichen Mitteln fern halten, die den Tieren keinen Schaden zufügen – zum Beispiel mit bestimmten Pflanzen und Kräutern, ätherischen Ölen oder Kaffee.